Inspiration

Mo. 22.10. | Gretchen Dutschke: „1968 – worauf wir stolz sein können“

Lesung und Gespräch

Unter den vielen Neuerscheinungen zum „50 Jahre 1968“ ist diese Bilanz eines gesellschaftlichen Aufbruchs gleichzeitig eine der persönlichsten und eine der kritischsten. Persönlich, weil nicht nur die Sicht der Autorin, sondern auch ihre von heutiger Warte aus bisweilen bizarren Erlebnisse zum Tragen kommen. Kritisch, weil sie, obwohl mitten im Geschehen, immer die zwar sympathisierende, aber eben auch distanzgeprägte Sicht auf eine dann doch „fremde“ Gesellschaft behält. „Die Zeit hat uns geprägt, und wir haben die Zeit geprägt.“ Das schreibt die aus den USA stammende Gretchen Dutschke (*1942), Witwe der 68er-Ikone Rudi Dutschke, im Epilog ihres neuen Buches. Es ist rückblickend sehr viel bewegt worden und das für mehr lebendige Demokratie und weniger Gehorsams-Denken gesorgt. Es begann die aktive Aufarbeitung der NS-Zeit und die Aussöhnung mit den östlichen Nachbarländern, die besonders unter dem Krieg gelitten hatten. Es wurde ins Bewusstsein gerückt, dass die familiären Aufgaben partnerschaftlich geteilt werden und Frauen ein elementares Recht auf Bildung und gesellschaftliche Mitwirkung haben. Über alle diese Facetten wird Gretchen Dutschke mit hr-iNFO Politik-Redakteurin Anne Baier sprechen.

20 Uhr | Bessunger Knabenschule | Darmstadt | Eintritt 10 Euro