Inspiration

Mit Yoga, Pilates und Muskelentspannung

Fotos: pixabay

Hektik, Arbeitsdruck, Freizeitstress – der Alltag fordert uns einiges ab. Um zwischendurch neue Energie zu schöpfen und typischen Stressbeschwerden wie Rücken- oder Kopfschmerzen vorzubeugen, können sanfte Bewegungsformen helfen, etwa Yoga, Pilates und progressive Muskelentspannung.

Jeder kennt das: Es gibt so viel zu tun, aber immer drängt die Zeit. Manche Tage bäumen sich wie unüberwindbare Hindernisse vor uns auf. Wir strengen uns an, versuchen alles zu schaffen und beißen die Zähne zusammen.

Auf diesen Druck reagiert unser Körper
Die Muskeln verspannen sich, der Magen-Darm-Trakt gerät aus der Balance und wir fühlen uns auch seelisch belastet. Wichtig ist zu erkennen, was genau uns stresst, aber vor allem auch ein starkes Gegengewicht zu finden, um bei all den Anforderungen locker bleiben zu können. Ruhige Trainings- und Entspannungsmethoden, die nicht auspowern, sondern Energieressourcen mobilisieren, unterstützen dabei. Wir stellen drei davon vor:

Yoga
Das Übungsprogramm stammt ursprünglich aus Indien und basiert auf der philosophischen Lehre, die besagt, dass bestimmte geistige und körperliche Übungen Körper und Seele in Einklang bringen. Die Lehre ist sehr komplex, es gibt etliche Formen und Übungen, die sich positiv auf unser Wohlbefinden auswirken sollen. Mit verschiedenen Yogastellungen werden Kraft, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer trainiert, aber auch die Rückenmuskulatur gekräftigt und die Körperhaltung verbessert.

Pilates
Das ganzheitliche Fitnessprogramm wurde in den 1920er Jahren von Joseph Pilates erfunden, einem gebürtigen Deutschen, der in die USA auswanderte. Er nannte seine Methode zunächst „Contrology“, da es darum geht, Muskeln mit Hilfe des Geistes zu steuern. Er entwickelte ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, primär von Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Wichtig sind vor allem die Wiederholungen und die Qualität der Ausführung. Begleitet werden die Übungen durch eine bewusste Atemtechnik.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Erfinder ist der amerikanische Arzt Edmund Jacobson (1899-1983). Er war überzeugt, dass viele Krankheiten stressbedingt sind. Jacobson fand heraus, dass durch bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen der ganze Körper in einen Zustand tiefer Entspannung versetzt werden kann – daraus entwickelte er die progressive Muskelentspannung (PME). Dabei werden nacheinander einzelne Muskelpartien von Kopf bis Fuß zunächst stark angespannt, diese Spannung wird kurz gehalten, anschließend wird sie abrupt gelöst. Die nachfolgende Entspannung überträgt sich auf den gesamten Körper als körperliche und mentale Ruhe.

 

Drei besondere Tipps für die Entspannung  Drei interessante Infos rund um Entspannungstraining
EntspannungYoga
Palmieren Sie mal: Palmieren ist eine Übung, die bei gestressten Augen und Kopfweh hilft: Lehnen Sie sich zurück. Reiben Sie die Handinnenflächen aneinander, bis sie warm werden. Legen Sie dann die leicht gewölbten Handinnenseiten locker für einige Minuten über die geschlossenen Lider.
Machen Sie mal Lachyoga: Nein, hier werden keine Witze erzählt, sondern Yogatechniken mit Lachen kombiniert! Absichtliches, gewolltes Lachen wird durch verspielte, teilweise lustige Übungen angeregt. Das soll entspannen, bessere Laune machen und das Immunsystem stärken.
Wie wär´s mit ASMR? Autonomous Sensory Meridian Response ist ein kurioser Youtube-Trend. In Videos flüstern, knistern, rascheln, kratzen oder pusten Menschen, um beim Zuhörer ein gänsehautähnliches Kribbeln zu verursachen. Das soll nicht nur körperlichen Genuss verschaffen, sondern auch entspannen und beim Einschlafen helfen.
Yoga-Kurs machen oder alleine üben? Anfänger sollten die Entspannungsmethode bei einem qualifizierten Lehrer erlernen. Die Übungen kann man sich zwar auch durch Bücher oder Yoga-Apps selbst beibringen, es ist aber wichtig, die Techniken korrekt anzuwenden und dabei kann ein Profi helfen. Als Einstieg ist ein Yoga-Kurs durchaus empfehlenswert.
Yoga, Pilates oder beides? Yogalates (auch Yogilates genannt) verknüpft die meditativen und dehnenden Elemente des Yoga mit kräftigenden und straffenden Pilates-Übungen. Eine gute Kombination also für einen beweglichen Körper und einen entspannten Geist.
Progressive Muskelentspannung einfach gemacht: Das Grundprinzip ist einfach zu erlernen, viele Krankenkassen haben gute Videos zum Üben. Vorsicht: Nicht für jeden ist PME geeignet, wer Muskelerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte vorher seinen Arzt fragen.