Inspiration

Mach‘s gut, Capitano

Foto: Herbert Krämer
Liebe Lilienfans, die Pause ist schon wieder vorbei und es stehen richtungsweisende Partien für die Lilien auf dem Programm. Gegen die direkten Konkurrenten wird sich entscheiden, ob es eine für den SV 98 eher untypisch ruhige Saison wird, oder ob es erneut bis zum Schluss um den Klassenerhalt gekämpft werden muss. Sicher ist, dass dabei zwei treue Begleiter und Erfolgsgaranten der Vergangenheit fehlen werden: die Gegengerade, auf deren Verlust man sich schon vorbereiten konnte, und der Kapitän und Leitwolf Aytac Sulu, der wie kein anderer für die Abenteuer der vergangenen Lilienjahre steht und Mitte Januar recht plötzlich um einen Wechsel in die Heimat bat. Es beginnt also in zweierlei Hinsicht ein neues Kapitel in Darmstadt. Damit es ein positives wird, sollten Dirk Schuster und sein Team zeitnah Ergebnisse liefern.

Nach sechs Jahren nimmt Aytac Sulu Abschied von den Lilien

Kaum ein Spieler hat die Lilien in der Vergangenheit so geprägt wie Aytac Sulu. Vor wenigen Wochen entschied sich der 33 Jahre alte Innenverteidiger dafür, für den türkischen Drittligisten Samsunspor die Fußballschuhe zu schnüren. Er war Publikumsliebling, Identifikationsfigur, Führungsspieler, Kapitän und Torjäger und wird als Spieler und Mensch eine Lücke hinterlassen, die nicht zu schließen ist. Wir werfen einen Blick zurück auf seine unglaubliche Zeit in Darmstadt und wünschen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt in der Türkei.
Danke für alles, Aytac!

Foto: Herbert Krämer

Im Januar 2013 wechselt Sulu vom SCR Altach in Österreich nach Darmstadt. Beim 0:0 gegen Wacker Burghausen feiert er sein Pflichtspieldebüt im Lilien-Trikot.

 

 

 

 

 

 

Foto: Herbert Krämer

Ein paar Monate später braucht der SV 98 einen Sieg gegen die Stuttgarter Kickers, um in der dritten Liga zu bleiben. Sulu trifft beim Stand von 1:1 kurz vor Schluss die Latte, wenig später ist der sportliche Abstieg besiegelt.

 

 

Foto: Herbert Krämer

Weil die Offenbacher Kickers keine Lizenz erhalten, bleiben die Lilien am grünen Tisch in der Liga. Ein Jahr später feiert der zu Saisonbeginn zum Kapitän ernannte Sulu beim Wunder von Bielefeld mit den Fans den Aufstieg in die zweite Bundesliga.

 

 

 

Foto: Herbert Krämer

Der Deutsch-Türke wird zum Inbegriff der niemals aufgebenden Lilien. In die Partie gegen Aue startet er wegen einer Gesichtsfraktur mit Maske, erleidet in der ersten Halbzeit eine offene Platzwunde und spielt beim 2:0-Heimsieg trotzdem die kompletten neunzig Minuten durch.

 

 

 

 

 

 

Foto: Herbert Krämer

Mit Romain Bregerie bildet Sulu das wohl beste Abwehr-Duo der Liga. Zudem stellt der Kapitän immer öfter seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis. Beim 5:0 gegen Union Berlin trifft er gleich doppelt.

 

 

 

 

 

 

Foto: Herbert Krämer

 

Nach einer überragenden Saison darf im Sommer 2015 der sensationelle Aufstieg in die Bundesliga bejubelt werden. Hier feiert Sulu gemeinsam mit Jerome Gondorf und Fabian Holland auf dem Karolinenplatz.

 

 

 

Foto: Huebner/Florian Ulrich

In der höchsten deutschen Spielklasse sorgt Sulu bundesweit für Aufsehen. Mit insgesamt sieben Toren, darunter der Siegtreffer beim Derby in Frankfurt am Nikolaustag 2015, stellt der Publikumsliebling den torgefährlichsten Innenverteidiger der Liga und hat enormen Anteil am Klassenerhalt seiner Lilien.

 

 

Foto: Huebner/Florian Ulrich

Die zweite Bundesliga-Saison läuft für Sulu und Darmstadt weniger erfolgreich. Ein Highlight ist aber der Sieg gegen den BVB im Februar 2017. Hier jubelt der Kapitän gemeinsam mit seinen Kollegen über den 2:1-Siegtreffer von Mirko Colak. Am Ende der Spielzeit müssen die Lilien die Bundesliga nach zwei Jahren wieder verlassen.

 

 

Foto: Herbert Krämer

Am ersten Spieltag der neuen Zweitliga-Saison sorgt Sulu mit seinem Treffer gegen Fürth für den perfekten Auftakt und mischt mit dem SV 98 anfangs ganz oben mit. Am Ende reicht es dank einer Serie zum Schluss hauchdünn für den Klassenerhalt.

 

 

 

 

 

 

Auch in der aktuellen Saison war Sulu wie in seiner kompletten Darmstädter Zeit unumstrittener Stamm- und Führungsspieler. Zwar waren seine Leistungen nicht mehr so stabil wie in früheren Tagen, doch er hinterlässt trotzdem eine große Lücke in Verein und Mannschaft. Hier bejubelt Sulu seinen zweiten Saisontreffer gegen Magdeburg. Es wird sein letzter im Lilien-Dress bleiben.