Inspiration

Können die Lilien überraschen?

Gegner-Vorstellung

Die Tabellensituation wird immer gefährlicher, die Gegner aber auch immer besser. Selbst wenn die Lilien durch den Trainerwechsel den erhofften Schub bekommen sollten, sind besonders Kiel und Hamburg dem SV 98 fußballerisch schlicht überlegen, weshalb es eine gute Tagesform und etwas Spielglück braucht, um unerwartete Punkte einzufahren. Ein Sieg im Heimspiel gegen Regensburg ist daher fast schon Pflicht.

Am Sonntag vor den Faschingsfeiertagen (So., 3.3., 13:30 Uhr) trifft der SV 98 mit Arminia Bielefeld auf einen Gegner, mit dem er noch eine Rechnung offen hat. In der Hinrunde führten die Lilien bis zur Nachspielzeit mit 1:0, ehe die Ostwestfalen noch zweimal einnetzten und sich den Auswärtssieg sicherten. Die Arminen wechselten kurz vor Weihnachten den Trainer und engagierten Uwe Neuhaus, der die Bielefelder in den letzten Wochen mit drei Siegen am Stück, u.a. gegen den HSV, wieder auf Kurs bringen konnte. Die Angreifer Klos und Voglsammer näheren sich immer mehr der Form der Vorsaison, als die Arminia am Ende auf dem vierten Tabellenplatz landete. Zwar ist Bielefeld in dieser Spielzeit nicht wirklich heimstark, hat in den letzten Wochen aber viel Selbstvertrauen getankt und dürfte daher als Favorit in die Partie gegen den SV 98 gehen.

Eine Woche später empfangen die Darmstädter mit Holstein Kiel (Sa., 9.3., 13:00 Uhr) den nächsten schweren Gegner. Die Störche aus dem hohen Norden haben die vielen Abgänge im Sommer nahezu perfekt kompensiert, unter Trainer Tim Walter eine attraktive und erfolgreiche Spielweise entwickelt und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen. Die zweitjüngste Mannschaft der Liga hat aktuell zwar mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen, blieb in den ersten fünf Spielen der Rückrunde aber ungeschlagen und dominierte im DFB-Pokal trotz Niederlage auch Bundesligist FC Augsburg. Die Kieler sollten den Darmstädtern vor allem spielerisch deutlich überlegen sein, sodass der SV 98 wohl maximal einen Punkt am Böllenfalltor behalten wird.

Danach reisen die Lilien zum aktuellen Tabellenführer nach Hamburg (Sa., 16.3., 13:30 Uhr). Die Darmstädter haben gute Erinnerungen an die jüngsten beiden Auswärtspartien im Volkspark, wo sie in der Bundesliga jeweils mit 2:1 die Oberhand behielten. Diesmal ist der HSV aber in guter Form und wurde seit dem Trainerwechsel im Oktober seiner Favoritenstellung meistens gerecht. Während der Bundesliga-Absteiger sich auswärts hin und wieder verwundbar zeigt, ist er im heimischen Stadion zuletzt sehr erfolgreich unterwegs und gewann seit dem Herbst bis auf ein unglückliches Unentschieden alle seine Heimspiele. Eine Schwäche des Traditionsklubs ist allerdings das Erzielen von Toren, die meisten Spiele wurden mit nur einem Tor Unterschied gewonnen. Ein knapper Sieg ist auch gegen die Lilien das wahrscheinlichste Ergebnis.

Mit Jahn Regensburg (Sa., 30.3., 13:00 Uhr) gastiert nach der ersten Länderspielpause des Jahres der wohl leichteste Gegner des Monats am Böllenfalltor. Die Bayern spielen nach dem Aufstieg 2017 eine ruhige zweite Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Nach dem überraschenden fünften Platz in der Vorsaison befindet sich das Team von Trainer Beierlorzer im Niemandsland der Tabelle und dürfte dort auch bis zum Saisonende bleiben. Die Formkurve zeigt im neuen Jahr zwar etwas nach unten, der Kader um Kapitän und Top-Torjäger Grüttner sollte aber eingespielt genug sein, um noch den ein oder anderen Punkt zu holen. Auffällig ist, dass die Regensburger auswärts deutlich treffsicherer sind als zuhause und in der Auswärtstabelle im oberen Drittel platziert sind. Da die Abwehr der Bayern aber ebenfalls auswärts besonders anfällig ist, sollten die Lilien gute Chancen haben, im Heimspiel einen wichtigen Dreier einzufahren.