Inspiration

Keine Zukunft für die Liebe

Foto: © Stephan Ernst

Umjubelte „Tosca“-Premiere am Staatstheater Darmstadt

Eifersuchtsdrama und blutiger Thriller – dazu starke Stimmen und die wunderbare Musik Giacomo Puccinis: Die Darmstädter „Tosca“-Inszenierung  von Eva-Maria Höckmayer unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Will Humburg entführt vor beeindruckender Kulisse (Julia Rösler) in das Rom um 1800.

Dort gibt keine Zukunft für die Liebe zwischen der eifersüchtigen Sängerin Floria Tosca (Izabela Matula) und dem Maler Mario Cavaradossi (Mickael Spadaccini). Der finstere Polizeichef (Krzystof Szumanski) jagt den Häftling Angelotti (Nicolas Legoux), der Schutz beim Maler findet.

Um den Geliebten zu schützen, opfert sich Tosca der Lust des Polizeichefs – doch ihr eigenes Schicksal und das des Geliebten bleibt nach dem Tod des Polizeichefs ebenso ohne Fortune. Kein Happy End und stattdessen viel Blut auf der Bühne des Großen Hauses – und  jede Menge Beifall nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden.

Verdiente Bravos vor allem für Tenor Mickael Spadaccini und die polnische Sopranistin Izabela Matula in der Titelrolle, die das ansonsten eher kritische Darmstädter Opernpublikum an diesem Abend vollends zu überzeugen wussten.

Sandra Russo

Termine: 17.  und 30. Dezember 2016 , 12. Januar und 7. Februar, jeweils 19.30 Uhr, Großes Haus, Staatstheater Darmstadt

www.staatstheater-darmstadt.de