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Fünf verrückte Fakten rund um die Pizza

Pizza in allen ihren Variationen ist ein nicht nur in Italien extrem beliebtes Gericht. Vom Kind bis zum Rentner erfreut sich die Pizza großer Beliebtheit, ob das nun die klassische, neapolitanische Variante ist oder aber eine neuere kulinarische Spezies wie die Pizza Hawaii – die Vielfalt macht einfach den Unterschied.

Doch auch wenn so ziemlich jeder die Zutaten seiner Lieblingspizza kennt, gibt es dennoch auch im Bannkreis der runden Pizza noch einige weniger bekannte Dinge.

Hier nun fünf Fakten rund um die Pizza, die auch viele echte Italiener nicht wissen!

1. Pizza Napoletana ist weniger italienische Leidenschaft und mehr Bürokratie

Echte Pizza für Traditionalisten, das bedeutet neapolitanische Pizza. Die Pizza Napoletana steht für eine traditionelle Herstellungsweise und die Verwendung korrekter Zutaten. Das sind um genau zu sein Weichweizenmehl, Trinkwasser, Bierhefe, Tomaten, Salz, Olivenöl, Knoblauch, Oregano und Mozzarella. Und gebacken werden darf die Pizza ausschließlich im Holzofen.

Ihren Ursprung nahm der Trend für Puristen angeblich in einer Pizza für Königin Margherita, die sich 1889 in die Pizza in den Landesfarben verliebte. Diese wurde prompt nach ihr benannt. So zumindest der Mythos, tatsächlich ist der Beweisbrief in der Pizzeria Brandi sehr wahrscheinlich gefälscht und große Freundschaft gab es zwischen Neapel und dem Königshaus auch nicht.

2017 ernannte sogar die UNESCO die neapolitanische Backkunst zum unantastbaren Kulturerbe, heute ist die Napoletana ein Warenzeichen der Europäischen Union und nur mit einer Abnahme durch die Associazione Verace Pizza Napoletana dürfen Pizzerien ihre Pizza echte neapolitanische Pizza nennen.

Und all der Aufwand für eigentlich nur zwei Pizzen, die Margherita und die Marinara.

Etwas mehr Pizzenauswahl in der Übersicht gibt es dagegen im Pizza-Wiki. Dort finden sich zudem weitere Informationen über die Bestellvorlieben der Deutschen in Sachen Pizza.

2. Die Pizza ist viel älter als Italien das Glauben macht

Es gibt kaum etwas, das so sehr mit Italien assoziiert wird wie die landestypische Küche. Nun ist zwar allgemein bekannt, dass Nudeln eigentlich aus Asien kommen und erst von Marco Polo nach Italien überführt wurden, aber auch die Ursprünge der Pizza liegen nicht zwischen Sizilien und Mailand.

Belegte Fladenbrote sind deutlich älter als die italienische Pizzatradition, die erst im 16. Jahrhundert begann. Bereits im 6. Jahrhundert aßen persische Soldaten Fladenbrote mit Datteln und Käse. Die Italiener perfektionierten die Idee nur, indem sie Tomaten auf die Pizza legten.

Seit jeher war die Pizza ein Arme-Leute-Essen, denn sie war günstig in der Herstellung und konnte auch unterwegs bequem verspeist werden. Einen weiteren Vorteil hatte und hat die Pizza: sie verursacht keinen Abwasch, da der Teller ja gewissermaßen mitgegessen wird.

3. Pizza Hawaii kommt nicht aus Hawaii

An der Pizza Hawaii scheiden sich die Geister und Gaumen. Ananas und Schinken sind zumindest eine gewöhnungsbedürftige Mischung und viele Gourmets würden das Resultat kaum als Pizza bezeichnen.

Unstrittig dagegen ist der Ursprung der so pazifisch anmutenden Spezialität und der liegt – wie könnte es anders sein – in Kanada.

Der Grieche Sam Panopoulos bot die Pizza 1962 in einem seiner Restaurants in Ontario an, eher als Experiment. Aber der herzhaft süße Belag erwies sich als Überraschungshit und so kann die Pizza noch heute die Gemüter erhitzen.

4. Der Weltrekord für Völlerei liegt in Rumänien

Sicherlich kennt jeder das Gefühl, schon einmal zu viel Pizza gegessen zu haben. Doch sicherlich niemand so sehr wie der Rumäne Christian Dumitru. Der verspeiste 2006 nämlich mehr als 100 Kilogramm Pizza innerhalb nur einer Woche, mehr als sein eigenes Körpergewicht.

Darum sollte niemand ein schlechtes Gewissen haben, nur weil er/sie bei der erklärten Lieblingspizza mal wieder ein Stück zu viel gegessen hat.

5. Die teuerste Pizza der Welt kostet mehr als 1.000,- US-Dollar

Historisch ist Pizza (siehe oben) ein günstiges Essen für den einfachen Mann von der Straße, doch es geht auch edler. Das beweist die Pizzeria Nino’s Bellissima Pizza in New York.

Dort kostet die teuerste Pizza nämlich 1.000,- Dollar und ist mit Trüffeln, Hummer und Kaviar im Wert von 800,- Dollar belegt, also zumindest ihren Preis wert. Ein spontanes Mittagessen ist die Pizza aus Downtown Manhattan aber nicht, sie muss mindestens einen Tag im Voraus vorbestellt werden.

Pizza lässt sich immer genießen – auch das ist Fakt

Eine gute Pizza, ob entspannt auf dem Sofa, mit dem/der Liebsten in der Pizzeria des Vertrauens oder auch einfach nur auf die Hand – kaum etwas versprüht so viel italienischen Flair und das mit einer Leichtigkeit, die sich rund um den Globus genießen lässt.