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Die Bedeutung von Arbeitszeugnissen und wie sie professionell erstellt werden

Wer ein Unternehmen verlässt, erhält üblicherweise ein Arbeitszeugnis, welches die Bewerbung bei einem zukünftigen Arbeitgeber vereinfachen soll. Dieser wiederum nimmt das Dokument häufig nicht allzu ernst. Der Grund: die Inflation an guten Bewertungen sorgt dafür, dass das Zeugnis an tatsächlicher Aussagekraft verliert. Warum ein professionell gestaltetes Arbeitszeugnis dennoch sinnvoll ist, erfahren Interessierte hier.

Weshalb das Arbeitszeugnis nach wie vor zeitgemäß ist

Es gibt durchaus viele Kritiker, die das Arbeitszeugnis heute für unzeitgemäß halten. Dennoch existiert ebenso eine Vielzahl von Personaler, die das Zeugnis sehr wohl noch während eines Bewerbungsprozesses berücksichtigen, sofern es denn auch professionell angefertigt wurde. Diese Tatsache lässt bereits erkennen, dass viele Arbeitgeber eben jene Professionalität vermissen lassen. Um weder mit dem ehemaligen Angestellten noch mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, verfassen sie phrasenhafte Gefälligkeitszeugnisse. Denn tatsächlich schreibt der Gesetzgeber vor, dass Arbeitszeugnisse wohlwollend formuliert sein müssen. Gleichzeitig sollen sie wahrheitsgemäß erfolgen, was nicht nur scheinbar einen Widerspruch darstellt: wahrheitsgemäß ist in Einzelfällen natürlich auch eine eher negative Bewertung. Aus diesem Grund haben sich Chiffren etabliert, von denen wahrscheinlich jeder bereits einmal gehört hat. So deutet „Geselligkeit“ auf ausgiebigen Alkoholkonsum hin, eine vermeintlich positiv klingende Beliebtheit beim Kunden auf mangelndes Verhandlungsgeschick.

Fehlendes Know-how bei Arbeitszeugnis problematisch

Die Problematik liegt darin, dass bei weitem nicht alle Formulierungen in der gänzlichen Bedeutung bekannt sind. Dadurch können zwei Dinge passieren: 1. der Arbeitgeber verfasst – ohne es zu wollen – ein sehr negatives Arbeitszeugnis, weil die Sprengkraft einiger Halbsätze und Ausdrücke unterschätzt wird. 2. um eine Auseinandersetzung zu verhindern, werden lediglich Phrasen verwendet, deren Bedeutung hinlänglich bekannt ist. Derart wenig originell formulierten Zeugnisse werden allein schon dadurch entwertet – offenkundig entsprechen sie nicht den Tatsachen.

Gutes Arbeitszeugnis zeichnet sich durch treffende Formulierungen aus

Hieraus ergibt sich auch, wie ein gutes Arbeitszeugnis erkannt werden kann. Ob die Bewertung den Tatsachen entspricht, kann der Leser natürlich nicht beurteilen. Klar ist aber auch, dass originelle und dennoch präzise Formulierungen hierbei hilfreich sind. Denn auch wenn der Gesetzgeber offen negative Bewertungen ausschließt, sind die Arbeitgeber natürlich keinesfalls an bestimmte Ausdrücke gebunden. Doch wie erreicht ein Arbeitgeber, dass aus einer großen Fülle von Formulierungen geschöpft werden kann? Eine Möglichkeit besteht darin, sich entsprechende Fachliteratur zu beschaffen. Problematisch ist hier allerdings, dass die Aneignung des notwendigen Know-hows viel Zeit in Anspruch nimmt, die dem Personaler womöglich beim Recruiting fehlt. Die Alternative besteht darin, eine Software zur Erstellung von Arbeitszeugnissen zu verwenden, wie sie beispielsweise im Haufe-Verlag angeboten wird. Zur Bedienung sind prinzipiell keine besonderen Fachkenntnisse notwendig, das Programm strukturiert die Erstellung des Arbeitszeugnisses ganz automatisch. In verschiedenen Kategorien kann der ehemalige Angestellte in Schulnoten beurteilt werden. Eine Vielzahl von hinterlegten Bewertungen sorgt dafür, dass ein Arbeitszeugnis mit einerseits rechtssicheren, andererseits abwechslungsreichen Formulierungen erstellt wird.

Gesetzgeber verlangt Erstellung eines Arbeitszeugnisses

Gänzlich verhindert werden kann dieser Aufwand ohnehin nicht: Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf ein einfaches Arbeitszeugnis. Dieses einfache Arbeitszeugnis führt alle objektiven Angaben zum Arbeitnehmer, darunter die Dauer und die Art der Beschäftigung, auf. Das qualifizierte Arbeitszeugnis, welches zusätzlich eine Bewertung der Leistung umfasst, ist heute ebenso üblich – und mit einer leistungsfähigen Software schnell angefertigt.