Inspiration

„Das größte Friedensprojekt, das die Welt je gesehen hat“

Die Europäische Union hat 2012 den Friedensnobelpreis bekommen. Zu Recht! Die Begründung: „Für über sechs Jahrzehnte, die zur Entwicklung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beitrugen“ – Und damit auch als Vorbild für mehr Frieden in der Welt steht!

Das hatte man in Europa schon einmal versucht. Es war nach der „Ursünde des 20. Jahrhunderts“, nach dem 1. Weltkrieg. In nationalistischer Verbohrheit wurde diese Katastrophe ausgelöst. Bald 20 Millionen Menschen fanden den Tod.

In den 20er Jahren bemühten sich zwei „Erzfeinde“, der französische und der deutsche Aussenminister Aristide Briand und Gustav Stresemann zu einem erträglichen Ausgleich zu kommen und einen europäischen Frieden zu begründen.

Dafür bekamen sie 1926 den Friedensnobelpreis. Zu Recht!

Aber die Völker Europas gingen im 2. Weltkrieg – vor allem vom Demagogen Hitler aufgepeitscht – wieder aufeinader los. Hätte man diesen Psychopathen doch nur an der Wiener Kunstakademie angenommen. Mehr als 60 Millionen Menschen verloren ihr Leben.

So gesehen ist absolut wahr, dass „Europa als das größte Friedensprojekt, das die Welt je gesehen hat“ gilt, wie Echo-Chefredakteur Lars Hennemann in seinem Leitartikel zu Ostern schreibt.
Wenn man bedenkt, dass Charles de Gaule und Konrad Adenauer schon Mitte der Fünfziger, kaum zehn Jahre nach dem großen Abschlachten, ausgleichend aber kraftvoll auf ein friedliches Europa hin arbeiteten.

Daneben wirken die Spalter, diese fiebrig nationalistischen Orbans, Kaczyńskis, Johnsons, Le Pens und wie sie alle heißen, wie tumbe Dinosaurier aus einer Vorzeit, die kein intelligenter Mensch mehr erleben will.

Damit die ewig Gestrigen, die hinter jedem Zipfelchen europäischer Gemeinsamkeit schlotternd Gefahr wittern, damit diese Anhänger einer Zeit, die es so nie gab, keine zehn Prozent bei der Europawahl bekommen, sollte jeder wählen gehen. Natürlich eine wirklich demokratische Partei.
Der Brexit hat Großbitannien bis heute schon mehr als eine Billion Euro gekostet. Hat zu Toten geführt an der irisch-irischen Grenze.

Man sollte die Billion und die Toten Herrn Johnson in Rechnung stellen.
Wer nicht wählen geht wählt automatisch die AfD, wählt die Spalter, wählt Missgunst und Hass!
Es stimmt, an Europa muss gearbeitet werden, ist Vieles nicht perfekt, wie auch an der Demokratie. Klar: Tumbe Wirtshaussprüche sind einfach.

Europa, Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenrechte das ist schwer. Aber, es war schon immer schwieriger gute Beziehungen zu den Nachbaren zu haben, als gar keine.

Nur alleine ist es auch nicht schön und man kommt nicht weiter und … auf dumme Gedanken!
Wie sagte der „Philosoph“ Hape Kerkeling bereits schon vor Jahren: „Eine Beziehung ist Arbeit, Arbeit, Arbeit!“ Recht hat er! Und wenn am Schluss Zukunft herauskommt, macht sie Spaß.

Also: Wählen gehen!