Inspiration

Clever essen – Kalorien sparen

Low-Carb, FDH oder vegan: Oft bringen Diäten auf lange Sicht wenig. Kaum jemand schafft es doch, strikte Ernährungspläne ewig durchzuziehen. Besser ist es, dickmachende Gewohnheiten und Kalorienfallen im Alltag  zu umgehen

In der Weihnachtszeit wird geschlemmt – kein Wunder, dass viele Menschen über den Winter etwa zwei bis drei Kilo an Gewicht zulegen. Wenn dann die Hose spannt und nicht mehr zugeht, heißt es: Ran an den Speck.

Dann suchen viele nach einer Möglichkeit, überflüssige Pfunde möglichst schnell ohne großen Aufwand, sprich Verzicht loszuwerden. So einfach ist das leider nicht.  Denn Fett schmilzt nicht einfach. Wer abnehmen will, muss weniger oder anders essen und sich viel bewegen.

7000 Kalorien stecken in einem Kilo Körperfett, realistisch ist, etwa 500 Gramm pro Woche abzunehmen. Dazu müssen pro Tag etwa 500 bis 700 Kilokalorien eingespart oder zusätzlich verbraucht werden. Täglich eine Stunde Joggen bringt ein Minus von etwa 400 Kalorien, wer auf sein Feierabendbier verzichtet, spart rund 200 Kalorien.

Vier alltägliche Diätfehler:

Frühstück streichen ist keine gute Idee. Studien zeigen, dass in der Regel bis zum Mittag mehr gegessen wird, wenn man nicht frühstückt. Denn so ist Heißhunger vorprogrammiert.

Reste verputzen: Übrig gebliebene Nudeln im Topf oder das letzte Würstchen sollten Sie links liegen lassen. Sonst summieren sich die Kalorien, ohne dass Sie es merken.

Wenig schlafen verdoppelt das Risiko, dick zu werden. Bei Schlafmangel produziert der Körper zu wenig Leptin (ein Sättigungshormon) und schüttet stattdessen Ghrelin aus, ein Hormon, das den Appetit anheizt und den Stoffwechsel verlangsamt.

Essen vor dem Fernseher führt dazu, dass man nicht mitbekommt, wie viel man futtert und mehr isst als gewollt. Auch Snacks zwischendurch lassen den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen und unterdrücken so die Fettverbrennung.

Drei Tipps zum AbnehmenDrei kuriose Abnehm-Ideen
chililippen
Überflüssiges streichen: Zwei Dominosteine bringen es auf 110 Kalorien, ein Stück Christstollen hat etwa 400, eine Tasse Glühwein 210 Kalorien. Die weihnachtlichen Kalorienbomben sollte man bewusst verzehren – und auch mal darauf verzichten.
Bitte recht bitter: Bitterstoffe, wie sie etwa in Chicorée oder Grapefruits zu finden sind, machen schneller satt und regen die Verdauung an. Hochkonzentrierte Bittertropfen aus der Apotheke können vor Mahlzeiten oder bei Heißhungerattacken den Appetit bremsen.
Machen Sie sich scharf: Ingwer, Pfeffer, Chili oder Paprika kurbeln die Fettverbrennung an. Diese Gewürze stoppen nicht nur die Hungergefühle, sie heizen gleichzeitig ein – und erhöhen so den Kalorienverbrauch.
Diät-Pflaster: Sie enthalten Fruchtextrakte, Spurenelemente oder auch Guarana, Koffein oder Seetang und werden auf die Haut geklebt. Die Wirkung der Inhaltsstoffe ist nicht erwiesen, schon gar nicht, wenn sie über die Haut aufgenommen werden.
Diät-Lipgloss: Der aromatisierte Lippenstift mit L-Carnitin soll den Appetit zügeln. Ob es funktioniert, ist fraglich. Aber es könnte tatsächlich helfen, wenn man sich die Lippen bemalt, anstatt zum Snack zu greifen.
Diät-Sohle: Schuheinlagen mit Gummi-Noppen sollen Akupressur-Punkte stimulieren, die den Körper anregen, Fett abzubauen und zu entwässern. Keine ganz schlechte Idee, zumal man sich bewegen muss, um eine Wirkung der Sohle zu erzielen.