Inspiration

bis 3.9. | Die Ordnung des Himmels

Planetengötter – Sternatlanten

Heutige Astronomen können Milliarden Lichtjahre weit ins All blicken. Vor 500 Jahren – das Fernrohr war noch nicht erfunden – sah unser Bild vom Himmel ganz anders aus. Insgesamt 93 Arbeiten auf Papier, Druckgraphiken und Zeichnungen zeigen Einblicke in die Vorstellungen vom Universum und das wachsende astronomische Wissen der Neuzeit.

Die frühesten Exponate sind aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts als das ptolemäische Weltbild herrschte und die Erde der Mittelpunkt des Kosmos war. Die Darstellung der sieben Planetengötter, deren Namen – Apoll, Luna, Mars, Merkur, Saturn, Venus, Jupiter – der griechischen Mythologie entstammen, war in der Renaissance verbreitet genauso wie im Manierismus und Barock, wo die Sagen der Himmelsgötter beliebte Motive für die künstlerische Virtuosität abgaben.
Die Ausstellung zeigt wie Raum und Zeit in der Vergangenheit künstlerisch interpretiert und mathematisch konstruiert wurden. Zur Visualisierung eines immer komplizierter werdenden Weltbildes entwickelte man die unterschiedlichsten Modelle. Sie erzählen von frühen inzwischen längst verworfenen Interpretationen des Universums, vor uns stehen untergegangene Welten. Es sind historische Wissensspeicher von beachtlicher wissenschafts- und technikgeschichtlicher Bedeutung, aber auch von großem kulturwissenschaftlichem und vor allem ästhetischem Reiz.

Hessisches Landesmuseum | Friedensplatz 1 | Darmstadt | Öffnungszeiten: Di., Do., Fr. 10 – 18 Uhr | Mittwoch 10 – 20 Uhr | Sa., So. und Feiertag 11 – 17 Uhr | Montag geschlossen | Tickets: Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 4 Euro | bis 18 Jahren freier Eintritt | Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der ständigen Sammlung | www.hlmd.de