Inspiration

BESSUNGEN: Was hätte Oma sich gewünscht?

Die Bestattungsvorsorge sichert eigene Wünsche und entlastet Angehörige

Wann macht man sich schon Gedanken über den eigenen Tod? Eher selten. Am ehesten, wenn man im Familien- oder Freundeskreis selbst von einem Trauerfall betroffen ist. Es liegt dann an den Angehörigen, sich um alle Notwendigkeiten rund um die Bestattung des Verstorbenen zu kümmern. Die Hinterbliebenen müssen hierbei Entscheidungen treffen, die nach ihrer Meinung im Sinne des Verstorbenen sind. Und das in einer Situation, in der sie in aller Regel emotional höchst belastet sind. Trauer lähmt – und doch müssen die Angehörigen viele Fragen beantworten: Was hätte sich Oma für ihren letzten Abschied gewünscht? Welche Art der Bestattung, welchen Ort der Beisetzung? Und: Was kostet das alles?

Im Trauerfall ist es natürlich der Bestatter, der die Angehörigen bei der Beantwortung all dieser Fragen und bei allen damit verbundenen Entscheidungen berät und begleitet. Frank Willenbücher vom gleichnamigen Bestattungshaus in Bessungen kennt die Sorgen und Nöte, die die Hinterbliebenen dabei umtreibt. Deshalb ist es sinnvoll, sich bereits zu Lebzeiten mit dem eigenen Abschied auseinanderzusetzen und Vorsorge zu treffen. Vorsorge dafür, dass im Todesfall eigene Wünsche bezüglich der Bestattung berücksichtigt und die Hinterbliebenen auch finanziell entlastet werden. In einer Bestattungsvorsorge lassen sich Bestattungsart und Beisetzungsform ebenso regeln wie Art und Umfang der Trauerfeier, Ort der Beisetzung, die Grabgestaltung und vieles mehr. Darüber hinaus beinhaltet die Bestattungsvorsorge die finanzielle Absicherung. Unter Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation kann dies beispielsweise eine Versicherung oder ein Treuhandvertrag sein.
Persönliche Vorstellungen vom eigenen Abschied zu formulieren, ist also nicht nur Ausdruck von Selbstbestimmung, sondern auch ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein gegenüber seinen Liebsten. Neben allgemeinen Überlegungen – etwa der grundsätzlichen Entscheidung zwischen Erd- und Feuerbestattung – können im Zuge der Bestattungsvorsorge-Regelungen auch sehr detaillierte Festlegungen getroffen werden. In der Vorsorge-Regelung kann also beispielsweise festgehalten werden, dass die Trauerrede nicht-konfessionell sein soll, welche Blumen für die Dekoration verwendet oder welche Musikstücke ganz konkret gespielt werden sollen. Ebenso lässt sich vorab bestimmen, wer über den Todesfall informiert und wer zur Trauerfeier eingeladen werden soll.

Frank Willenbücher, hat sich seit rund 20 Jahren dem Dienst am Menschen verschrieben. In seinem Bestattungsinstitut, das in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert, berät er ausführlich zu allen Aspekten der Bestattungsvorsorge. Das Traditionsunternehmen ist Mitglied im hessischen Bestatterverband.