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Bekannt, bewährt, beliebt: Hausmittel bei Erkältung

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – kaum jemand bleibt im Herbst und Winter davon verschont. Nicht immer müssen es dann gleich Pillen und Co sein. Einige Hausmittel lindern Beschwerden auf sanfte Art und Weise.

Ob verstopfte Nase, Halskratzen oder Kopfweh – bei ersten Erkältungssymptomen greifen viele gleich zu Medikamenten. Diese können zwar für rasche Linderung sorgen, haben oft aber Nebenwirkungen. Und manchmal ist es auch gar nicht nötig, bei leichten Wehwehchen sofort die Chemiekeule zu schwingen. Als erste Hilfe bei Schnupfenbeschwerden taugen auch einfache Hausmittel, deren Zutaten in fast jeder Küche zu finden sind.

Ohne Risiken und Nebenwirkungen – einfache Mittel gegen Erkältungsbeschwerden:

Husten
Zwieblein, Zwieblein in der Küche…das scharfe Gemüse kann Wunder wirken gegen lästigen Husten. Zwiebelsaft beruhigt nämlich die Bronchien. Für den Sud wird eine Küchenzwiebel in Würfel geschnitten, mit Kandiszucker bei schwacher Hitze aufgekocht, nach dem Abkühlen durch ein Sieb gegossen und dann löffelweise bei Bedarf eingenommen. Dank ihrer Inhaltsstoffe wirkt die Zwiebel schleim- und krampflösend.

Ohrenschmerzen
Sie können höllisch wehtun und den ganzen Kopf in Mitleidenschaft ziehen. Auch dann kann man zur Zwiebel greifen. Sie wirkt nämlich als Auflage desinfizierend und entzündungshemmend: Dafür wird eine gehackte Zwiebel in ein dünnes Tuch gegeben und als Kompresse auf das schmerzende Ohr gelegt.

Verstopfte Nase
Ist die Nasenatmung beeinträchtigt, können Sie es mal mit Meerrettich versuchen. Denn was auf der Zunge beißt und in den Augen brennt, ist gut gegen Schnupfen. Die in der Wurzel enthaltenen Senföle wirken antiviral und stimulieren die Flüssigkeitsproduktion der Schleimhautzellen. Am besten reibt man frischen Meerrettich, mischt ihn mit etwas Zwiebelsaft und Honig und nimmt mehrmals täglich einen Esslöffel davon.

Halsweh
Aus einem leichten Kratzen kann ein stechender Schmerz werden. Dann sollten Sie sich in Quark wickeln, denn er wirkt entzündungshemmend, abschwellend, schmerzlindernd und kühlend. Dafür etwa 500g Quark auf Körpertemperatur erwärmen und auf ein dünnes Tuch geben. Anschließend mit der Quarkseite auf der Haut um den Hals wickeln, darüber Schal oder Handtuch drapieren. Der Wickel kann so lange getragen werden, bis der Quark getrocknet ist.

Drei Rezepte gegen ErkältungsbeschwerdenDrei wichtige Infos zu Erkältungskrankheiten
Suppe löffeln: Suppenhuhn mit Zwiebel, Petersilienwurzel, Selleriestange, Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Thymian kochen, mit Ingwer und Chili abschmecken – fertig ist die schmackhafte Kraftbrühe mit schmerzstillender und entzündungshemmender Wirkung!
Tee trinken: Ob grün, rot oder gelb – Tee ist allein schon wegen der Flüssigkeitszufuhr eine gute Idee bei Schnupfen und Co. Unschlagbar als Teeaufguss sind Lindenblüte (schweißtreibend), Salbei (entzündungshemmend), Thymian (schleimlösend).
Ingwer essen: Die im Ingwer enthaltenen ätherische Öle, sogenannte Gingerole, gelten als das „Aspirin der Natur“, da sie eine ähnliche chemische Struktur haben. Pur und mit Schale etwa über ein asiatisches Gericht gerieben, entfaltet die tolle Knolle ihr volles Wirkaroma.
Hausmittel heilen nicht: Bessern sich Beschwerden nicht merklich, werden stärker oder hohes Fieber kommt dazu, dann ab zum Arzt! Denn Hausmittel unterstützen nur den Heilungsprozess, bekämpfen aber keine Viren.
Warmes Bier? Bloß nicht! Wacker hält sich der Mythos, ein erwärmter Hopfentrunk helfe gegen Schnupfensymptome. Alkohol wirkt zwar desinfizierend und Hopfen schlaffördernd, aber Alkohol schwächt die Abwehrkräfte und stört die Wärmeregulation – also besser darauf verzichten.
Kennen Sie Andorn (Marrubium vulgare)? Die Pflanze aus der Familie der Lippenblütler wurde früher als Heilpflanze kultiviert, 2018 ist sie Arzneipflanze des Jahres. Bei Husten unterstützt sie die Schleimlösung und aktiviert die Abwehrkräfte.