Inspiration

Augen auf! Was wir für gutes Sehen tun können

Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan: Durch sie nehmen wir die Welt wahr. Grund genug, sie öfter mal zu schonen und für gesunde Sehpausen zu sorgen.

Richtig gut sehen ist eher Ausnahme als Regel. Denn statistisch gesehen leidet jeder zweite Mensch an einer Fehlsichtigkeit. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung sind kurzsichtig, sehen also in die Weite schlecht. Von Weitsichtigkeit sind etwa 35 Prozent betroffen. Sie haben Schwierigkeiten, in der Nähe scharf zu sehen.
Kurzsichtigkeit tritt auf, wenn der Augapfel zu lang oder die Lichtbrechung des Auges zu stark ist. Sie beginnt meist mit der Pubertät, kann jedoch auch bei älteren Menschen auftreten.

Ist der Augapfel zu kurz oder die Lichtbrechung des Auges zu schwach, kommt es zur Weitsichtigkeit. Bei Kindern korrigiert sich diese Fehlsichtigkeit oft mit der Entwicklung der Augen von selbst. Erwachsene können im Laufe ihres Lebens eine Weitsichtigkeit entwickeln, vor allem im mittleren Lebensalter.

Augenübungen für  besseren Durchblick

Durch Übungen lassen sich Sehschwächen zwar nicht beheben, aber die Augen können sich entspannen. Gestresste Augen sehen schlecht, darum sollte man sie zwischendurch immer wieder entlasten, vor allem, wenn man viel am Bildschirm arbeitet:

  • Lassen Sie Ihre Augen in Richtung einer liegenden acht kreisen: Rechts oben, rechts unten, Mitte, links oben, links unten, Mitte. Dann in die umgekehrte Richtung, alles vier bis fünf Mal.
  • Schauen Sie alle fünf bis sieben Minuten einige Sekunden lang aus dem Fenster in die Ferne, ohne einen bestimmten Punkt zu fokussieren.
  • Legen Sie öfter mal eine „Palming-Pause” ein: Reiben Sie Ihre Hände, bis sie richtig warm sind, und legen Sie die Handinnenflächen auf die geschlossenen Augen, ohne die Lider dabei zu berühren.
  • Halten Sie den Zeigefinger mit etwa 20 cm Abstand vor Ihre Augen. Richten Sie Ihren Blick auf die Fingerspitze. Dann „malen“ Sie mit dem Zeigefinger Figuren, Buchstaben oder Zahlen in die Luft. Folgen Sie mit Ihrem Blick der Zeigefingerspitze.
Drei Informationen zu AugengesundheitDrei Tipps für gutes Sehen
Sonnenbrand im Auge? Gibt es! Auf der Hornhaut kann es zum Sonnenbrand kommen, eine sogenannte „Schneeblindheit“ oder „Verblitzung“ kann entstehen. Wichtig deshalb: Immer eine Sonnenbrille tragen, die das UV-Licht optimal abhält!
Smartphones fördern Kurzsichtigkeit: Durch zu langes Starren auf kleine Displays kann der Augapfel wachsen – das Sehen in die Weite wird schlecht. Helles Tageslicht soll das Augenwachstum hemmen, also: öfter mal nach draußen gehen.
Schummerlicht schadet nicht, strengt aber an: Wer bei schlechter Beleuchtung liest, muss sich den Lesestoff nah vor das Gesicht halten und beansprucht so die Augenmuskeln stark. Dadurch können Augen ermüden, die Sehkraft kann nachlassen – aber nur vorübergehend.
Vitamin A, C und E brauchen die Augen, damit sie bis ins hohe Alter funktionstüchtig bleiben. Fehlt es etwa an Vitamin A oder dessen Vorstufe Beta-Carotin, kann es zu Nachtblindheit kommen. Beta-Carotin steckt z.B. in Karotten, Paprika und Brokkoli.
Gähnen gegen trockene Augen: Ab und an mal kräftig gähnen entspannt die Gesichtsmuskulatur rund um die Augen und es tritt ein wenig Tränenflüssigkeit aus. Apropos gähnen: Auch viel Schlafen ist gut fürs Sehen. Mindestens acht Stunden sollte man seinen Augen nachts Zeit geben, sich zu erholen.
Distanz wahren: Wer viel am Bildschirm arbeitet, sollte nicht nur Sehpausen einlegen, sondern auch Abstand halten: 40 bis 50 Zentimeter sollten es sein.