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Abwehr mit Köpfchen: Jetzt schon an Zeckenschutz denken

Kaum wird das Wetter schöner, könnten auch Zecken wieder unterwegs sein. Gut, wenn Sie sich rechtzeitig darauf einstellen.

Zecken sind hauptsächlich von März bis Oktober aktiv. Wichtiger als die Jahreszeit ist aber die Temperatur. Denn warm ist relativ: Den kleinen Blutsaugern reichen gerade einmal acht Grad Celsius aus, um sich weitervermehren zu können. Selbst Kälteeinbrüche schaden den Zecken nicht. Sie ziehen sich in die Laubstreu zurück, und sobald es wieder wärmer wird, sind sie schnell wieder da.

An sich ist ein Zeckenstich nicht schlimm, wenn nicht das Risiko für Erkrankungen wie Borreliose und die besonders gefürchtete Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) bestünde.

Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, deren typisches Frühsymptom die sogenannte Wanderröte ist, eine Rötung an der Stichstelle, die sich langsam ausbreitet. Sie kann verschiedene Organsysteme betreffen, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke. In Deutschland infizieren sich etwa fünf Prozent der Menschen nach einem Zeckenbiss mit Borreliose.

Seltener sind Zecken mit FSME-Viren befallen. Auch Südhessen ist ein Risikogebiet – hier tragen etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken das Virus in sich. Gegen die Virusinfektion, die zu einer lebensbedrohlichen Entzündung des Gehirns führen kann, gibt es eine Impfung.

Raus damit!

Hat eine Zecke „angedockt“, muss sie so schnell wie möglich entfernt werden. Denn je kürzer die Saugzeit der Zecke, desto geringer ist das Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern.

Langsam sollte man sie mit einer feinen Pinzette, einer Zeckenzange oder -karte aus der Haut ziehen – ohne sie zu zerquetschten. Wurde die Zecke nicht vollständig entfernt, sollte man die Stelle beobachten – wird sie rot, schmerzt oder juckt,  gehen Sie am besten zum Arzt.

Halten Sie sich Zecken vom Leib

Der beste Schutz ist, Zecken erst gar nicht zustechen zu lassen:

  • Im Freien hohe, geschlossene Schuhe und möglichst lange Hosen tragen.
  • Nach Ausflügen Kleidung gründlcih ausklopfen und den Körper sorgfältig nach Zecken absuchen.
  • Spezielle Zeckenschutzmittel aus der Apotheke, sogenannte Repellents, schützen.
Drei nützliche Information zu ZeckenDrei Tipps für cleveren Zeckenschutz
Foto: www.zecken.de
Foto: www.zecken.de
Zecken sind extrem widerstandsfähig: Sie können bis zu drei Wochen unter Wasser überleben – in der Toilette herunterspülen schadet ihnen also nicht unbedingt.
Zecken stehen auf Jugendliche: Eine Studie des Robert-Koch-Institutes zeigt, dass etwa 7 sieben Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren mindestens einmal von einer infizierten Zecke gestochen werden.
Zecken lieben es feucht: Sie bevorzugen Plätze, an denen die Luftfeuchtigkeit höher als 85 Prozent ist. Vor allem nach Regenperioden sind Zecken besonders aktiv. Starke Kälte mögen sie ebenso wenig wie Hitze.
Zecken gehen nicht auf „Menschenjagd“: Sie suchen nicht aktiv nach einem Wirt. Zecken warten ab, bis der zu ihnen kommt – man fängt sie sich beim Vorüberstreifen im Gebüsch oder Gras ein.
Haustiere bringen sie mit: Bevor sich die Zecke am Tier festgebissen hat, kann sie auf Menschen „überspringen“. Statistisch gesehen ist die Übertragungsgefahr durch Katzen höher als durch Hunde.
Zecken nicht mit Alkohol oder Öl entfernen: Alkohol oder Öl reizt die Zecke, sie könnte sich in die Einstichstelle „übergeben“ und so erst recht Erreger übertragen.