Inspiration

ab Sa. 16.3. | Just Nature

Ausstellung der Künstlerin Susannah Martin im Kunstforum der TU Darmstadt

In der Ausstellung JUST NATURE geht es um Freiheitsentwürfe, die sich im Verhältnis von Mensch und Natur niederschlagen.

Welche Bilder von Natur sind in der aktuellen Zeit vorherrschend und wie wird der menschliche Körper in der Landschaft dargestellt? Dem überwiegend digitalen Leben stellt die Ausstellung im Kunstforum der TU Darmstadt die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Natur gegenüber, fragt nach möglichen gesellschaftlichen Utopien jenseits von Internet und Virtualität.
Im Fokus der von Julia Reichelt kuratierten Schau steht das Werk der US-amerikanischen Künstlerin Susannah Martin (*1964, New York). Ihre dem klassischen Thema „Akt in der Landschaft“ verpflichteten Gemälde überraschen nicht nur durch vielschichtige Anspielungen. Bekannte Motive finden sich darin ebenso wie bestimmte Epochen der Kunstgeschichte, etwa das Gemälde „Déjeuner sur l´herbe“ (Das Frühstück im Grünen) von Éduard Manet (1863) oder die Zeit der Lebensreformbewegung um 1900.

Susannah Martin findet eine völlig eigene Bildsprache, um das Verhältnis des Aktes in der Natur darzustellen. Für sie ist der entblößte Mensch, der bar jeglicher sozialen Indikatoren ist, ein Symbol des Menschen schlechthin. In seinem Verhältnis zur Natur spiegelt sich die antagonistische Kluft zwischen natürlichem und naturverbundenem Zustand und dem Menschen als Konsumenten oder kulturellem Wesen: „I am interested in exploring further the nature of our enslavement to our own cultural creations and our psychic battle for liberation from these addictions.“ (Susannah Martin).

Vernissage Sa., 16.3. um 18 Uhr | TU Darmstadt | Hochschulstraße 1 | Darmstadt | Öffnungszeiten: Mi. – So. 13 bis 18 Uhr | www.tu-darmstadt/kunstforum | bis 26. Mai