Inspiration

ab 5.3. | Nachwuchstalente in Bensheim

Woche junger Schauspieler im Parktheater

Bei der 23. „Woche junger Schauspieler im März präsentieren sich die jungen Ensembles namhafter Bühnen und Studierende deutschsprachiger Schauspielschulen im Bensheimer Parktheater. Die Nachwuchsakteure kommen in diesem Jahr aus Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München und Wien.
Das Vielseitigkeit der insgesamt sechs Aufführungen reicht von großen Ensemble-Inszenierung bis zu eindringlichen Monologen. Im Anschluss an die Aufführungen haben die Zuschauer Gelegenheit, sich mit den Ensemble-Mitgliedern auszutauschen.

Mo., 5.3. | 19 Uhr | Auftaktveranstaltung | Im Anschluss (ca. 20.15 Uhr): „Grounded“ von George Brant | Schauspiel Frankfurt:
Freund oder Feind, Heimat oder Kriegsgebiet, Helden- oder Gräueltat? Die Grenzen verschwimmen, wenn die ganze Welt zum Schlachtfeld wird. Eine Pilotin der US-Luftwaffe darf täglich das erfahren, was sie zugleich zu verteidigen meint: die Freiheit, das große, weite Blau des Himmels. Nach einem Schwangerschaftsurlaub kehr sie in den Dienst zurück und fliegt nun Drohnen. George Brants genau recherchierter Monolog schildert die Fragwürdigkeit der drohnengestützten Kriegsführung und erzählt von einer Kämpferin, die keine Mörderin sein will.

Di., 6.3. | 20 Uhr | „Die Konsistenz der Wirklichkeit“ | Theaterakademie August Everding, München:
Es gibt Momente, in denen sich die Konsistenz der Wirklichkeit um einen herum plötzlich verändert, die Welt nicht mehr dieselbe ist. Acht Schauspielstudierende spüren diesen Situationen nach und erschaffen Bühnenmomente, die sie so oder so ähnlich selbst erlebt haben könnten.

Mi., 7.3. | 20 Uhr | „Rost“ | theater der sprachfehler, Wien:
Mutter und Vater streiten sich wieder. Doch die Frau ist tot, deshalb gibt es keinen Raum mehr für Versöhnung. Getötet hat sie der gemeinsame Sohn. Das Stück erzählt von den Stunden nach dem Unfall, als sich die drei Gestalten über das Geschehene sprechen: gewiss, um sich davon zu befreien. ROST ist ein Stück über Menschen, die kurz davor sind ihre Träume zu verraten. Es beurteilt diese Menschen nicht, sondern hinterfragt ihre Ängste und Erwartungen.

So., 11.3. | 20 Uhr | „Der gute Mensch von Sezuan“ | Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin:
Kann man dem Anspruch gerecht werden, ein »guter Mensch zu sein und doch zu leben«? Ist es möglich, sich moralisch aufrecht zu verhalten in einer Gesellschaft, in der Egoismus, Korruption, Ausbeutung und Gier nach mehr die Verhältnisse bestimmen? Bertolt Brecht schickt in seinem Parabel-Stück drei Götter auf der Suche nach guten Menschen in einer schlechten Welt in die chinesische Provinz Sezuan.

Di., 20.3. | 20 Uhr | „Ellbogen“ | Schauspielhaus Düsseldorf:
Der Alltag von Hazal (Deutschtürkin aus Berlin, fast volljährig) besteht aus Zeitabsitzen in der Bildungsmaßnahme, erfolglosem Bewerbungen schreiben, Streit und Verbitterung in der Familie und Kiffen mit ihren Freundinnen. Der Abend ihres 18. Geburtstages eskaliert so sehr, dass sie nach Istanbul fliehen muss.

Mi., 21.3. | 20 Uhr | „Selbstbezichtigung“ | Berliner Ensemble:
„Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden. Ich bin älter geworden. Ich bin verantwortlich geworden. Ich bin schuldig geworden.” Autor Peter Handkes teils vergnügliche, teils bittere Sprachkritik entstand vor 50 Jahren im Kontext von sprechenden Titeln wie Hilferufe, Weissagung und, berühmterweise, Publikumsbeschimpfung.

Parktheater | Bensheim | Eintrittskarten: Tourist-Info, Hauptstr. Tel.: 06251/5 82 63-14, Musik Box (im Kaufhaus Ganz), Tel. 06251/61 05 40, und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickethotline: 01806/050400 | www.stadtkultur-bensheim.de in | Vorverkauf und Abendkasse 12 Euro | ermäßigt 6 Euro.