Inspiration

ab 19.3. | Datterich

Wiederaufnahme der Lokalposse

Eigentlich muss man den Datterich nicht mehr vorstellen. Jeder kennt die Geschichte um den Darmstädter Lebemann, der immer auf der Suche nach einem Schobbe ist, möglichst ohne zu bezahlen, weil er notorisch blank ist – oder wie es im Stück heißt „isch bin der Ihne so blott wie e Kerchemaus“.

Die Inszenierung von David Gieselmann aber setzt die Darmstädter Lokalposse in bester Mundart in ein neues Licht – ab vom Biedermeier – rein ins Darmstadt der Neuzeit, in und um die Kult-Kneipe Goldene Krone. All die liebgewordenen Figuren aus dem Stück sind ständig präsent und gehen erst nach dem Schlussvorhang von der Bühne. Da fällt der Drehermeister Schmidt auf die Versprechungen des Datterich rein, das Mariesche (neu besetzt mit Sandra Fleckenstein) amüsiert sich über ihren immer Zeitung lesenden Papa Dummbach, die Benglerin verprügelt den ewig nicht zahlenden Schmarotzer Datterich, das Liesettche – gleich in doppelter Ausführung – wird nicht müde, reichlich Wein auszuschenken und Spirwes, Bennelbächer, Knipelius, Knerz, die Polizisten und Evche tummeln sich ebenso auf der Drehbühne des Kleinen Hauses.

Dazu spielen die Besidos, Träger des Darmstädter Musikpreises 2016, eingängige Melodien, die dem Stück einen besonderen Schwung geben.

Das Stück wurde wegen des großen Erfolgs in der vergangenen Spielzeit wieder in den Spielplan aufgenommen.

19.3. | 18 Uhr und 22.3. | 26.3. | 28.3.  um 19.30 Uhr und 23.4. und 7.5. um 18 Uhr | Staatstheater Darmstadt | Kleines Haus | Karten zwischen 12,50 und 57,50 Euro | www.staatstheater-darmstadt.de